Pantokrator
Der
Hausberg der Korfioten ist der Pantokrator, was übersetzt soviel wie
Allesbeherrscher oder auch Alleinherrscher meint.
Mit einer Höhe von 905 - 908 m erhebt er sich majestätisch aus dem Bergmassiv im Norden der Insel. Oben angekommen erklärt Euch ein Schild, dass der höchste Punkt 917 m ist. Die unterschiedlichen Höhenangaben resultieren aus der Tatsche, dass die griechische Regierung keine exakten topografischen Daten raus gibt. Also geht einfach davon aus, dass Ihr euch über 900 m hoch befindet.
Umgeben von dichten Olivenhainen am Fuß des Bergmassivs wechselt die Landschaftsformation schnell in karges offenes Bergland wo nur noch einzelne verkrüppelte Kiefern wachsen.
Schon von weitem ist der höchste
Punkt Korfus an seinen
Antennemasten erkennbar. Die Kommunikationsbranche und das Militär haben sich
die exponierte Lage zu Nutze gemacht und oben auf dem Gipfel
zahlreiche Antennen aufgebaut die nicht nur das Erscheinungsbild empfindlich
stören. Durch die Antennenmasten hindurch hat man zwar auch noch eine recht
ordentliche Aussicht, aber ohne die Ungetüme wäre die Aussicht um Vieles
schöner.
Aber es stehen nicht nur die Antennenmasten auf der Bergspitze.
Im 14. Jahrhundert wurde auf der Bergkuppe
ein Kloster errichtet welches nach einer
türkischen Belagerung am Anfang des 17. Jahrhunderts zerstört wurde. Um 1689
wurde es von den Bewohnern der umliegenden Bergdörfer wieder aufgebaut und wird
bis heute in den Sommermonaten von einem einzigen Mönch bewohnt.
Während dieser Zeit ist auch
die Kirche geöffnet und man kann diese besichtigen.
Bitte achtet auch hier, wie bei allen anderen Kirchenbesichtigungen, auf züchtige
Kleidung. (Schultern und Beine sollen bedeckt sein). Solltet Ihr leicht gekleidet reisen,
so liegen am Eingang einige Tücher für Euch bereit.
Von der Spitze des Pantokrators habt Ihr eine herrliche Aussicht fast über die ganze Insel und weit bis nach Albanien und dem griechischen Festland. Wenn es Euch möglich ist, ist ein Fernglas sehr empfehlenswert. Schaut aber nicht nur in die Ferne, denn auch am Fuß des Pantokrators gibt es so einiges zu entdecken. So könnt Ihr auf der Ostseite ein verlassenes Bergdorf entdecken, welches aber nicht Paleo Perithia ist.
Versucht Euch einen Tag mit klarem Wetter auszusuchen damit Euch nicht der gelegentlich aufziehende Nebel die Sicht nimmt. Auch ist es ratsam den Zeitpunkt so zu wählen, dass einem die geführten Jeep Safaris nicht auf dem Berg begegnen. Dann wird es voll und hektisch und es nicht mehr daran zu denken die Aussicht in Ruhe genießen zu können.
Neben Antennen und Kloster findet Ihr auch noch den obligatorischen Souveníershop und ein kleines Cafe auf der Bergspitze. Hier unter dem Sonnenschirm zu sitzen und bei einem Kaffee den Blick in die Ferne schweifen lassen ist einfach Erholung pur.
Eine
gut ausgebaute Strasse führt Euch von Petalia aus auf den Berg. Wanderfreunde
können in den umliegenden Ortschaften starten. Die Wege sollen sehr gut
ausgeschíldert sein. Solltet auch Ihr die Wanderung als Teil Eures
Urlaubsprogramms betrachten, ist es zu empfehlen, Verpflegung und vor allem
Getränke mit zu nehmen. Ihr werden beim Aufstieg auf den Pantokrator keinen
Schatten finden. Die gleiche Empfehlung gilt auch für die Radsportler unter
Euch.
Ihr könnt sich die nebenstehende Karte in Din A 4 ausdrucken, wenn Ihr diese zum Vergrößern anklickt.